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Internetzugang der Kabelanbieter überholt DSL

Kabelanbieter überholen mit hoher Geschwindigkeit die DSL Anbieter

Der DSL-Anschluss verliert an Bedeutung. Immer mehr Kunden steigen auf Voice-over-IP um, entscheiden sich für einen Anschluss über das Fernsehkabel oder telefonieren lieber mit dem Handy. Der Breitband-Markt nähert sich der Sättigung.

Dass der Wechsel des Telefonanschlusses von der Deutschen Telekom zu einem Wettbewerber viel Geld sparen kann, ist eine Binsenweisheit. Trotzdem nehmen immer weniger Kunden die Mühe auf sich. Auch dreizehn Jahre nach der Marktöffnung dominiert der Ex-Monopolist deshalb weiterhin das Geschäft mit den Festnetzanschlüssen.

Nur etwa 1,3 Millionen Haushalte werden der Telekom 2010 voraussichtlich den Rücken kehren - so wenige wie seit Jahren nicht mehr. „Die Deutsche Telekom profitiert von der Bequemlichkeit ihrer Kunden. Auch deshalb steht sie bei den Komplettanschlüssen immer noch bei einem Marktanteil von mehr als 78 Prozent“, sagte Torsten Gerpott von der Unternehmensberatung Dialog Consult.

Dieses Marktsegment verliert allerdings insgesamt an Bedeutung. Denn immer mehr Kunden steigen auf Voice-over-IP um, entscheiden sich für einen Anschluss über das Fernsehkabel oder telefonieren lieber mit dem Handy. Allein in diesem Jahr dürfte die Zahl der Komplettanschlüsse deshalb um 1,1 Millionen schrumpfen, wie Dialog Consult zusammen mit dem Branchenverband VATM errechnet hat.

Doch auch bezogen auf den Gesamtmarkt, also einschließlich des Breitbandgeschäfts im Festnetz, bleibt die Telekom mit einem Umsatzanteil von voraussichtlich 55 Prozent das marktbeherrschende Unternehmen. Was die Wettbewerber daran besonders ärgert, ist der Umstand, dass sie einen Großteil der Telekomerlöse bezahlen.

Aus Sicht der Telekom ist das aber nur ein schwacher Trost
Grund sind die Mieten für die von der Telekom angemieteten Leitungen in die Haushalte sowie die Gebühren für die Zustellung von Gesprächen in das Telekomnetz. Wie VATM-Präsident Gerd Eickers vorrechnete, machen diese Vorleistungskosten fast zwei Drittel der Einnahmen aus einem Standard-DSL-Anschluss samt Festnetz-Flatrate aus. Aus Sicht der Telekom ist das aber nur ein schwacher Trost. Wie die Studie zeigt, dürfte der Telekom-Gesamtumsatz aus dem Festnetz in diesem Jahr um weitere 1,7 Milliarden Euro schrumpfen. Hingegen können alternative Telekommunikationsanbieter ihre Festnetzerlöse voraussichtlich um 0,5 Milliarden Euro steigern, die Kabelnetzbetreiber werden schätzungsweise 0,2 Milliarden Euro mehr aus dem Geschäft mit Breitband und Telefon einfahren als 2009.

Wie es aussieht, sind die Anbieter allesamt gezwungen, ihre Vermarktungsoffensive zu verstärken. Denn der Kampf um die Neukunden geht langsam, aber sicher in seine Endphase. Zwar hat etwa ein Drittel aller Haushalte noch immer keinen stationären Breitbandzugang. Das noch verfügbare Marktpotential dürfte allerdings deutlich geringer sein. In den Niederlanden etwa stagniert die Breitbandquote bei etwa 90 Prozent. Die Zuwachsraten jedenfalls schwächen sich bereits kräftig ab. Der Höhepunkt war 2007 erreicht, als netto 4,6 Millionen neue Breitbandanschlüsse geschaltet wurden. In diesem Jahr sind es voraussichtlich nur noch 1,8 Millionen. „Den alternativen Telekommunikationsunternehmen bläst der Wind ins Gesicht“, sagte Gerpott. Die Deutsche Telekom habe ihre Marktposition kräftig ausbauen können, zudem würden die TV-Kabelanbieter immer stärker.

In diesem Jahr wird die Telekom voraussichtlich 600 000 neue DSL-Anschlüsse schalten, während ihre direkten Konkurrenten nur auf 300 000 Leitungen kommen. Die Zukunft allerdings gehört nicht DSL, sondern dem Fernsehkabel und Glasfaseranschlüssen, die beide sehr viel höhere Übertragungsgeschwindigkeiten ermöglichen. 2012 werden die Kabelnetzbetreiber knapp zwei Drittel aller Haushalte mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von 120 Megabit je Sekunde versorgen können.

Quelle: F.A.Z.
Datum: 12.10.2010
 

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